Hochnebel
im Kopf
das Kissen
Veronika mit K
Kurzmitteilung
Die Schreiberei entwickelt sich langsam. Nach einigen Versuchen mit Renga und Tan-Renga, die dann doch etwas anderes als Haiku sind, habe ich mich vor Kurzem bereit erklärt, mich einmal an einem Songtext zu versuchen. Was mir zunächst einfach erschien, entwickelt gerade eine ganz andere Komplexität – plötzlich denkt man nicht mehr über das gelesene sondern das gehörte Wort nach, grübelt über Singbarkeit, Phonetik, Geschwindigkeit und Eingängigkeit. Der Nachhall hat nur noch sehr kurze Zeiten, welche Musikrichtung habe ich vor mir, wieviel Message darf hinein und muss der Text am Ende sogar eins tun – sich reimen?
Urban
Sonnenklar
über dem Chemiewerk
eine Wolke nur
Herbst
Sturmbö
in der Bushaltestelle
schweigendes Frieren
Herbst
Im Gartenstuhl
um die Bäume wandern
Sonnenstrahlen
Wärme festhalten
Kirschblüte…
sogar mein Skizzenblock
duftet
ein Aquarell
die Zeit verfließt
Vernissage
sich finden in den Farben
des Malers
Wärme –
für einen Augenblick
festhalten
Mozarts Kleine Nachtmusik
beim Sonnenuntergang
Kerzenlicht –
der Apéritif schmeckt noch
nach Lippenstift
geschrieben mit Christa Beau
CB 1,3,5 / PB 2,4,6
veröffentlicht in ‚Sommergras Nr.98‘
‚Wärme festhalten‘ in der aktuellen Sommergras
Status
Nach einer kleinen kreativen Pause freue ich mich, dass das Rengay ‚Wärme festhalten‘ in der aktuellen Vierteljahreszeitschrift der deutschen Haikugesellschaft veröffentlicht wurde. Rengay werden zu zweit geschrieben, die Strophen immer abwechselnd. Bei ‚Wärme festhalten‘ hatte ich die große Ehre, mit Christa Beau schreiben zu dürfen, die den ersten, dritten und fünften Abschnitt verfasst hat, und die mir mit Rat zur Seite stand, wenn ich einmal nicht weiter wußte. ‚Wärme festhalten‘ ist mein/unser erstes Rengay und war schwierig zu schreiben, wie ich finde – Umso schöner, dass es die Redaktion der ‚Sommergras‘ akzeptiert und auf Seite 59 abgedruckt hat.
Urban
Meeting
die Chefin bestellt
Kekse